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Pressebericht Kölner Stadtanzeiger am 5. November 2023:
Transkript:
Innere Ruhe durch Zeichnen
Hausausstellung „Traumwelten in Acryl“ bei der Künstlerin Nicole Preiter
Von Hanna Styrie
Erftstadt. Ob es Zufall ist, dass man auf den Aquarellen von Nicole Preiter so häufig tierische Fabelwesen zu entdecken glaubt? „Ich liebe Elefanten“, gesteht jedenfalls die Malerin, die keine feste Vorstellung vom Motiv hat, wenn sie sich ans Werk macht. Stattdessen lässt sie sich von der Intuition und ihrer Stimmung leiten. „Ich schließe die Augen und verbinde mich mit dem Papier“, beschreibt die Erftstädterin ihre Arbeitsweise.
Am Wochenende hatte sie zu einer Ausstellung mit dem Titel „Traumwelten in Aquarell“ in ihr Haus eingeladen. Dabei konnten sich Besucherinnen und Besucher selbst in der „Zentangle“-Methode erproben, bei der man sich durch das Zeichnen filigraner Muster in einen Zustand innerer Ruhe versetzt.
Für Nicole Preiter steht ein Bleistiftstrich, den sie mit der linken Hand ausführt, am Beginn jedes Gemäldes. In das mit Wasser getränkte Aquarellpapier tupft sie anschließend einen feinen Pinsel für die Farben und lässt sie fließen. Während des Malprozesses dreht sie mehrfach das Bild. „Auf diese Weise erlebe ich einen Perspektivwechsel“, sagt die Künstlerin, die vor einigen Jahren aus heiterem Himmel ihre Liebe zum Malen entdeckt hat, die sie seither mit großer Leidenschaft betreibt.
Wenn die Farbflächen sich miteinander verbunden haben, guckt die Künstlerin, was sie im Bild sieht. Oft sind es fantastische Kreaturen, die sie dann mit Fineliner und Buntstiften deutlicher herausarbeitet. „Jeder sieht etwas anderes darin“, stellt die Künstlerin fest, in den oft luftigen, weich fließenden Kompositionen auch Zentangle-Muster integriert.
Grün, Rot und Gelb
Obwohl sie über die Wahl der Farben spontan entscheidet, ist ihre Vorliebe für Grün, Rot und Gelb, die viele Gemälde dominieren, unübersehbar. Das erlegte mit dem Titel „To go“ wurde am Samstagnachmittag versteigert. Nicole Preiter hat es in den Farben der togoischen Flagge bei afrikanischer Musik gemalt. Der Erlös fließt an das Spenden-Projekt, das ihr Sohn Lukas initiiert hat, um Diabetes erkrankten Menschen in dem afrikanischen Land medizinische Behandlung zu ermöglichen.
Lukas unternimmt derzeit ein großes Abenteuer. Er ist seit dem 8. Juli mit dem Fahrrad auf dem Weg nach Togo, zum Zeitpunkt der Versteigerung befand er sich in Sierra Leone und hatte bereits 3515 Kilometer zurückgelegt.
222 Euro hatte Nicole Preiter als Einstiegspreis angesetzt. Ein Kunstliebhaber ersteigerte es zur großen Freude der Künstlerin für 550 Euro.
Pressebericht Kölner Stadtanzeiger 2022:
Transkript:
Bunte Seelenbilder
Nicole Preiter stellt ihre Werke im Powerhouse in Lechenich aus
Erftstadt-Lechenich. „Meine Motivation war der Wunsch, das Gedanken-Karussell in meinem Kopf zu beruhigen.“ So erklärt Nicole Preiter, wie sie zum Malen gekommen ist. Jetzt zeigt die Erftstädterin ihre Bilder im Powerhouse im Wirtschaftspark, Otto-Hahn-Allee 12.
Preiter besuchte einen Kursus in Zentangle, einer meditativen Zeichenmethode aus Amerika. Dort bestünden die Muster aus wenigen Strichen, man könne nichts falsch machen, erzählt sie. Denn sie sei überzeugt gewesen, dass sie zwar kreativ sei, aber nicht malen könne. Doch die Ergebnisse hätten sie begeistert. Sie machte eine Ausbildung zur zertifizierten Zentangle-Trainerin (CZT), bietet seit zwei Jahren Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene an.
Allerdings sei klassisches Zentangle schwarz-weiß, und sie liebe es bunt, so die Erftstädterin. Erst nahm sie Farbstifte zum Ausmalen der Muster, dann Aquarell als farbigen Hintergrund. Sie sei fasziniert von der „transzendenten Malerei mit Aquarell“ von Yvonne Lamberty und habe bei ihr „das Spielen mit Aquarell“ gelernt. In abstrakten Aquarellen, kombiniert mit Zentangle-Mustern, werde sichtbar, was unbewusst entstanden sei: Meeressterne, Vögel, Blumen bis hin zum Elefanten.
Seelenbilder nennt Nicole Preiter diese Gemälde, in die sie ihre „kreisenden Gedanken“ einfließen lasse.
Eröffnet wird die Ausstellung am Freitag, 2. September, 19 bis 21 Uhr, zu sehen ist sie bis 25. September, mittwochs bis freitags, 8 bis 12.30 Uhr, montags bis freitags, 18 bis 20 Uhr, und sonntags, 10 bis 13 Uhr.
Nicole Preiter · FarbenMut
